Fragen & Antworten zur Raucherentwöhnung mit Hypnose
Die häufigsten Fragen zur Raucherentwöhnung mit Hypnose:
Ist Hypnose zur Raucherentwöhnung überhaupt etwas für mich, wenn ich keine Erfahrung mit Hypnose habe?
Dieser Gedankengang ist völlig verständlich - und damit geht es Ihnen wie den meisten meiner Klienten. Die gute Nachricht: Es braucht keine Vorerfahrung, um Hypnose erleben zu können.
Kurz gesagt eignet sich die Raucherentwöhnung mit Hypnose grundsätzlich für jene Menschen, die mit dem Rauchen aufhören möchten und innerlich bereit sind, diesen Schritt zu gehen. Hypnose unterstützt Sie dabei sowohl auf bewusster als auch unbewusster Ebene.
Wichtig ist der feste Entschluss, wirklich mit dem Rauchen aufhören zu wollen. Wenn man beispielsweise nur aufhört, weil der Partner oder das Umfeld das erwartet, ist es mit jeder Methode schwierig. Niemand kann zum Nichtraucher gezwungen werden.
Wenn die Entscheidung aus einem selbst heraus kommt, entsteht eine gute Grundlage für Veränderung. Meine Aufgabe ist es, Sie dabei mit Hypnose zu unterstützen, damit der Weg zum Nichtraucher einfacher und stimmiger wird.
Aber die Entzugserscheinungen vom Nikotin sind doch unerträglich - ich glaube nicht, dass ich das durchhalte ...
Diese Sorge ist sehr verbreitet. Viele Raucher haben Angst davor, dass der Entzug extrem belastend sein könnte.
Gleichzeitig stellt sich eine interessante Frage: Wie ist es möglich, dass manche Menschen jahrzehntelang stark rauchen und dann von einem Tag auf den anderen aufhören, ohne nennenswerte Entzugserscheinungen zu erleben?
Wenn überhaupt körperliche Symptome auftreten, berichten manche eher von einem leichten Gefühl innerer Leere oder Unruhe. Es ist unangenehm, aber nicht schmerzhaft. In vielen Fällen kann man eher von einem milden Entzug sprechen.
Aus biologischer Sicht baut der Körper Nikotin relativ rasch ab. Innerhalb weniger Tage normalisieren sich wichtige Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin weitgehend. Beschwerden, die darüber hinaus bestehen, haben daher häufig eine psychische Komponente, das bedeutet jedoch nicht, dass diese "eingebildet" sind. Vielmehr entstehen sie häufig durch erlernte Konditionierungen (Wiederholungen), die in vertrauten Situationen automatisch den Drang zum Rauchen auslösen, oder durch innere Konflikte beim Aufhören (z. B. "Ich möcht nicht mehr rauchen - habe aber das Gefühl, es noch zu brauchen").
Besonders bei inneren Konflikten ist es häufig so, dass - bildlich gesprochen - ein Teil zwar aufhören möchte, während ein anderer Teil die Zigarette weiterhin als Mittel zur Entspannung, Pause oder Sicherheit behalten will. Dieser innere Widerstreit erzeugt Druck und Unruhe. Das Aufhören fühlt sich dann wie ein Verlust an und äußert sich in diesen Empfindungen.
Hierbei setzt Hypnose an. In der Hypnose wird der Rauchstopp schrittweise als Gewinn interpretiert. Das Aufhören wird innerlich positiv bewertet. Dadurch entsteht deutlich weniger innerer Widerstand, und psychische Erscheinungen wie Stimmungsschwankungen fallen in der Regel geringer aus. Die Kombination von Hypnose und Ohrakupressur kann zudem helfen, die körperlichen Begleiterscheinungen abzumildern. Darüber hinaus gibt es einfache Möglichkeiten, den Körper in diesen ersten Tagen gut zu unterstützen.
Wenn Hypnose sogar in anderen Bereichen eingesetzt wird, um Schmerzen deutlich zu reduzieren, zeigt das, welches Potenzial in dieser Methode steckt.
Unterm Strich bedeutet ein Rauchstopp mit Hypnose für viele Menschen nicht, dass sie etwas verlieren - sondern dass sie Freiheit, Lebensqualität, Gesundheit und finanzielle Entlastung gewinnen.
Ich glaube, ich bin einfach zu willensschwach ...
Viele Menschen denken das - doch in Wahrheit ist meist das Gegenteil der Fall.
Ohne Willenskraft wären Sie heute nicht aufgestanden.
Ohne Willenskraft wären Sie nicht Ihrer Arbeit nachgegangen.
Ohne Willenskraft würden Sie nicht täglich viele Dinge erledigen, auf die man vielleicht nicht immer Lust hat, die aber trotzdem getan werden.
Sie haben Willenskraft. Mehr, als Ihnen vielleicht bewusst ist.
Gerade Raucher verfügen oft über eine enorme Willenskraft. Denken Sie einmal daran, wie Sie mit dem Rauchen begonnen haben. Erinnern Sie sich noch an die erste Zigarette? Für die meisten schmeckt sie zunächst äußerst unangenehm. Der Körper sendet bei vielen klare Warnsignale wie Schwindel oder Übelkeit, die signalisieren sollen: "Achtung, Gift." Und trotzdem bleibt man hartnäckig dran, bis sich der Körper daran gewöhnt hat.
Allein das zeigt, wie viel Durchhaltevermögen in Ihnen steckt.
Wenn Sie die Fähigkeit hatten, mit dem Rauchen zu beginnen, dann haben Sie auch die Fähigkeit, wieder damit aufzuhören.
Vielleicht fallen Ihnen auch andere Situationen in Ihrem Leben ein, in denen Sie anfangs unsicher waren, ob Sie etwas schaffen würden - und es am Ende doch geschafft haben. Vielleicht kennen Sie Menschen in Ihrem Umfeld, die mit dem Rauchen aufgehört haben. Manche davon dauerhaft.
Wenn andere das schaffen, können Sie das auch.
Es liegt nicht an mangelnder Willenskraft. Es geht vielmehr darum, eine klare Entscheidung zu treffen, indem der Wunsch, Nichtraucher zu werden, wichtiger wird als weiterzurauchen - und wenn Sie möchten, unterstütze ich Sie gerne bei der Umsetzung.
Aber das Rauchen hält mich schlank - und wenn ich aufhöre, nehme ich doch zu ...
Diese Sorge ist sehr weit verbreitet, besonders bei Frauen. Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp hat meist bestimmte Ursachen.
Die Wissenschaft sagt dazu Folgendes: Nach dem Rauchstopp kann es bei manchen Menschen zu einem etwas langsameren Stoffwechsel kommen. Genau genommen bedeutet das aber nicht, dass sich der Stoffwechsel "verschlechtert", sondern dass er sich normalisiert - man bekommt gewissermaßen den Stoffwechsel, den man auch gehabt hätte, wenn man nie mit dem Rauchen begonnen hätte. Durch diese Umstellung kann es bei manchen zu einer durchschnittlichen Gewichtszunahme von 1-4 kg kommen. Dieser Effekt ist meist zeitlich begrenzt und pendelt sich nach einigen Wochen wieder ein. Für Menschen, die auf Nummer sicher gehen möchten, gibt es einfache Möglichkeiten, dem vorzubeugen - diese werden in den Sitzungen näher besprochen.
Wenn Menschen nach dem Rauchstopp deutlich mehr zunehmen, liegt das häufig an kompensatorischem Essen. Das bedeutet: Die Zigarette wird als Stressabbau, Pause oder Belohnung genutzt. Fällt sie weg, wird diese Funktion manchmal durch Essen ersetzt - oft durch süße oder fettige Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel rasch anheben. Wenn man einen Rauchausstieg plant, ist es für viele sinnvoll, sich die zugrunde liegenden Muster anzusehen und gesunde Wege zu finden, wie man mit den eigenen Bedürfnissen anderweitig umgehen kann.
Mit Hypnose kann an genau diesen Mustern gearbeitet werden, mit dem Ziel, dass Entspannung, Pausen oder Wohlgefühl nicht mehr an die Zigarette gekoppelt sind, sondern - wenn überhaupt nötig - gesunde Alternativen erarbeitet und integriert werden. Dadurch entsteht in der Regel keine Symptomverschiebung hin zum Essen. Viele Klienten berichten, dass sie sich nach dem Rauchstopp energiegeladener fühlen, mehr Lust auf Bewegung bekommen und manche nehmen dadurch sogar leicht ab. Die Reaktionen auf eine begleitende Raucherentwöhnung können also sehr unterschiedlich ausfallen.
Rauchen macht mich aber glücklich - ich habe Angst, unausstehlich zu werden, wenn ich aufhöre. Was ist da dran?
Diese Sorge ist weit verbreitet.
Wenn überhaupt, sind vor allem die ersten Tage nach dem Rauchstopp eine kurze Umstellungsphase. In dieser Zeit entgiftet der Körper und passt sich an das Leben ohne Nikotin an. In den meisten Fällen ist diese Phase nach etwa 4 bis 7 Tagen vorüber. Hypnose soll auch hierbei unterstützen, dass dieser Übergang möglichst sanft verläuft.
Viele Klienten berichten, dass sie sich mit Unterstützung deutlich ausgeglichener fühlen und die ersten Tage leichter bewältigen konnten.
Langfristig braucht man sich darüber jedoch keine Sorgen machen.
Studien zur Lebensqualität von Rauchern und Nichtrauchen zeigen: Raucher haben keine höhere Lebensqualität und fühlen sich nicht stressresistenter als Nichtraucher. Im Gegenteil - Raucher berichten häufiger über Stimmungsschwankungen, was unter anderem mit dem ständigen Auf und Ab des Nikotinspiegels zusammenhängt.
Als Nichtraucher erleben viele Menschen mehr innere Ruhe und fühlen sich freier, da ihr Alltag nicht mehr von der nächsten Zigarette bestimmt wird.
Ich möchte ja aufhören, aber ich genieße das Rauchen so sehr. Es ist entspannend und hilft mir beim Runterkommen ...
Viele Raucher glauben das - weil es sich oft subjektiv so anfühlt.
Um das besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick darauf, was dabei im Körper passiert. Nikotin kann ja je nach Menge leicht anregend oder beruhigend wirken. Allerdings nur in dem Ausmaß, dass man sich kurzfristig wieder "normal" fühlt - also so, wie sich ein Nichtraucher ohnehin den ganzen Tag über fühlt.
Der eigentliche Stress entsteht nämlich erst durch das Rauchen selbst.
Nach wenigen Minuten baut der Körper das Nikotin wieder ab. Dadurch sinkt der Nikotinspiegel, und es entsteht innere Unruhe. Raucht man dann eine Zigarette, verschwindet diese Unruhe kurzfristig - bis der Kreislauf erneut beginnt. Man beseitigt also nicht Stress, sondern lediglich den Entzug, den die vorherige Zigarette ausgelöst hat.
Bildlich gesprochen ist es, als würde man sich absichtlich das Knie anstoßen, nur um danach die Erleichterung zu spüren, wenn der Schmerz nachlässt. Es fühlt sich wie Entspannung an, ist aber in Wahrheit die kurzfristige Beendigung eines selbst erzeugten Problems.
Ähnlich ist es mit der vermeintlich besseren Konzentration nach einer Zigarette. Mit jeder Zigarette gelangt Kohlenmonoxid in den Körper, das die Sauerstoffaufnahme im Blut behindert. Dadurch werden die Gehirnzellen schlechter mit Sauerstoff versorgt.
Der Eindruck vom "klareren Kopf" entsteht vor allem deshalb, weil die störenden Entzugserscheinungen für kurze Zeit verschwinden. Man kommt dadurch wieder in den Normalzustand - aber nicht darüber hinaus.
Ein Nichtraucher hat diesen ständigen inneren "Juckreiz" nach Nikotin gar nicht. Das ist ein großer Vorteil.
Ganz gleich, ob man Entspannung, Konzentration, Lebensqualität oder Selbstbewusstsein betrachtet: Rauchen bringt in diesen Bereichen langfristig keine Vorteile - sondern hält lediglich einen selbstschädigenden Kreislauf aufrecht, den Nikotin selbst entfacht hat.
Aber ich mag das Rauchen einfach - und irgendwie schmeckt es mir auch. Können Sie bewirken, dass mir davor ekelt?
Sie "mögen" das Rauchen?
Stellen Sie sich dazu eine andere Frage: Was mögen Sie sonst noch? Vielleicht haben Sie ein Lieblingsessen. Bedeutet das, dass Sie unausstehlich werden, wenn Sie es einmal nicht bekommen? Natürlich nicht.
Es gibt einen wichtigen Unterschied zwischen etwas mögen und abhängig sein.
Als Raucher wird dieses Gefühl oft als "Mögen" bezeichnet, tatsächlich handelt es sich jedoch um die Befriedigung einer Abhängigkeit. Das scheinbare Genussgefühl entsteht vor allem dadurch, dass Entzugserscheinungen kurzfristig gelindert werden - nicht, weil Zigaretten an sich "schmecken".
Aus Showhypnosen kennt man manchmal Szenen, in denen Zigaretten plötzlich "eklig" schmecken. Das kann kurzfristig funktionieren, hält aber meist nicht dauerhaft an, wenn keine echte innere Entscheidung zum Aufhören besteht. Auch die ersten Zigaretten im Jugendalter schmecken in der Regel nicht - trotzdem rauchen viele weiter, bis sich der Körper an den Geschmack von Asche, Teer und Nikotin gewöhnt.
Hinzu kommt, dass Tabakprodukten zahlreiche Zusatzstoffe beigemischt werden, die das Inhalieren erleichtern und den Rauch weniger Scharf erscheinen lassen.
Sind wir ehrlich: Zigaretten bestehen aus einer Vielzahl giftiger Stoffe, von denen viele gesundheitsschädlich und krebserregend sind. Dazu zählen unter anderem Kohlenmonoxid, Blei, Ammoniak, Arsen oder Quecksilber - nur um einige zu nennen. Mit "gutem Geschmack" hat das nur sehr wenig zu tun.
Dazu kommt, dass die Lunge nicht schmecken kann. Der eigentliche "Kick" entsteht durch den schnellen Transport von Nikotin ins Blut. Das, was als Genuss empfunden wird, ist in Wahrheit meist die Linderung eines zuvor entstandenen, selbst verursachten Mangels.
Ein einfacher Gedanke dazu: Würde ein Nichtraucher an kaltem Rauch, einem Aschenbecher, an verrauchter Kleidung oder an dem Atem eines Rauchers riechen, empfindet er das in der Regel als äußerst unangenehm. So riecht und "schmeckt" Rauchen objektiv.
Als Raucher hat man lediglich den Körper und die Nase über Jahre daran gewöhnt, diese Warnsignale zu übergehen.
Die gute Nachricht: Sobald Sie ernsthaft mit dem Rauchen aufgehört haben und der innere Konflikt zwischen Weitermachen und Aufhören gelöst ist, lässt in der Regel auch das Verlangen nach Zigaretten nach und diese werden ihnen danach schlicht gleichgültig.
Solange mein Partner raucht, glaube ich nicht, dass ich mit dem Rauchen aufhören kann.
Diese Sorge ist sehr verbreitet. Für viele wirkt es schwieriger, aufzuhören, wenn im gleichen Haushalt jemand weiterhin raucht, besonders, wenn es immer wieder zu Versuchungen oder Überredungsversuchen kommt. In solchen Fällen ist ein offenes Gespräch hilfreich.
Interessant ist dabei: Viele Raucher sehen sich selbst als unabhängig und frei, gleichzeitig zeigt sich in solchen Situationen, wie stark das eigene Verhalten an äußere Umstände gekoppelt ist. Das Rauchen schränkt also oft mehr ein, als man denkt.
Mit Hypnose wird auch hier an den inneren Einstellungen und Glaubenssätzen gearbeitet. Viele Klienten berichten, dass es ihnen nach der Hypnose deutlich leichter fällt, auch in Gegenwart von Rauchern nicht mehr rauchen zu wollen.
Nach einigen Tagen oder Wochen wird zudem oft die natürliche Schutzfunktion des Körpers stärker wahrgenommen, nämlich Nikotin = Gift. Viele wollen dann Abstand vom Nikotin, sind stolz auf ihren Weg und erleben sich als freier.
Nicht selten passiert es sogar, dass der Partner neugierig wird, weil er sieht, dass der andere gut zurechtkommt und nichts vermisst - manchmal kann das dazu führen, dass auch er sich früher oder später mit dem Gedanken auseinandersetzt, selbst aufzuhören.
Ich bin 58 Jahre alt und rauche schon seit meiner Jugendzeit. Zahlt sich das Aufhören für mich überhaupt noch aus?
Kurz gesagt: Ja - und zwar in jedem Alter.
Es spielt keine Rolle, ob Sie 30, 40, 58 oder 80 Jahre alt sind und auch nicht, wie lange oder wie viel Sie geraucht haben. Ein Rauchstopp bringt in jedem Lebensalter gesundheitliche Vorteile mit sich.
Statistisch gesehen verkürzt jede Zigarette die Lebenserwartung um mehrere Minuten. Raucher sterben im Durchschnitt deutlich früher als Nichtraucher, und ein großer Teil der rauchbedingten Erkrankungen ist vermeidbar.
Jeder Tag ohne Zigarette ist ein Gewinn für Ihre Gesundheit, unabhängig vom Alter.
Der entscheidende Punkt ist: Der Körper beginnt sich bereits kurz nach dem Rauchstopp zu erholen. Anhand der folgenden, bekannten Übersicht sehen Sie, was sich im Körper nach einem Rauchstopp regenerieren kann:
Kann ich nicht einfach die Zigarettenmenge reduzieren oder ab und zu eine rauchen?
Viele Menschen hoffen, dass reduziertes Rauchen langfristig funktioniert. Statistiken zeigen jedoch, dass gelegentliches Rauchen für die meisten nicht dauerhaft erfolgreich ist.
Der Grund dafür ist einfach: Je länger die rauchfreien Phasen werden, desto stärker wird oft das Verlangen nach der nächsten Zigarette. Dadurch bleibt die Abhängigkeit aktiv - manchmal sogar stärker als, als wenn man mehr rauchen würde.
Wer Nichtraucher bleiben möchte, sollte in der Regel konsequent auf Zigaretten verzichten.
Es gibt zwar wenige Ausnahmen von sogenannten Gelegenheitsrauchern, die selten eine Zigarette rauchen und danach längere Zeit nicht mehr. Das gelingt durchschnittlich nur 6 % der Raucher. Weniger zu rauchen kann gesundheitlich klar von Vorteil sein, erweist sich für viele Menschen jedoch langfristig als schwieriger umzusetzen als ein vollständiger Rauchausstieg.
Bei der ersten Sitzung frage ich Neuklienten oft, ob sie schon einmal mit dem Rauchen aufgehört hatten - und sehr viele bejahen das. Auf die Folgefrage, warum sie wieder begonnen haben, zeigt sich in vielen Fällen ein ähnliches Muster. Sie berichten, dass sie - teilweise selbst nach Jahren - nach einer scheinbar harmlosen Ausnahme (z. B. eine Zigarette ausborgen, unter Alkoholeinfluss, auf einer Feier etc.) wieder in alte Muster zurückgefallen sind. Auch wenn Nikotin eine Droge bleibt, die bereits innerhalb weniger Tage abgebaut ist, ist sie eine, die schnell wieder abhängig machen kann.
Daher gilt für die meisten: Eine Zigarette bleibt selten bei einer. Häufig löst sie eine Kettenreaktion aus und man beginnt früher oder später wieder regelmäßig zu rauchen.
Können Sie mir zu 100 % garantieren, dass ich mit Hypnose zum dauerhaften Nichtraucher werde?
Eine 100 %-Garantie wäre unseriös. Jeder Mensch ist unterschiedlich, hat seine eigene Lebensgeschichte, seine eigenen Muster und seine eigene Motivation.
Was ich anbieten kann, ist eine fachliche und und unterstützende Begleitung mit Hypnose - vorausgesetzt, Sie möchten sich darauf einlassen. Was ich nicht beeinflussen kann, ist, ob Sie die Veränderung innerlich annehmen. Das hängt davon ab, wie klar Ihre eigene Entscheidung ist, wirklich mit dem Rauchen aufhören zu wollen.
Hypnose ist daher nicht geeignet für Menschen, die eigentlich gar nicht aus eigenem Antrieb aufhören möchten oder dies nur anderen zuliebe tun. Ebenso ist Hypnose nicht dafür gedacht, jemandem die Verantwortung des Aufhörens abzunehmen.
Aus Erfahrung lässt sich sagen: Wenn Sie wirklich aufhören möchten und sich eine wirksame Unterstützung wünschen, stehen die Chancen sehr gut.
Ein Bekannter war bei einem anderen Hypnotiseur, er war sechs Monate rauchfrei und hat dann wieder begonnen. Danach hat "es" aufgehört zu funktionieren. Woran liegt das?
Das kann verschiedene Gründe haben.
Zunächst arbeiten Hypnotiseure sehr unterschiedlich. Manche haben in ihrer Ausbildung das Thema Raucherentwöhnung nur kurz behandelt, andere arbeiten mit allgemeinen Standardskripten. Anbieter mit höheren Erfolgsquoten kombinieren meist fundiertes Hintergrundwissen mit einer individuellen Vorgehensweise, die sich an die Bedürfnisse der jeweiligen Person anpasst.
Gleichzeitig lohnt sich eine wichtige Gegenfrage: Was bedeutet eigentlich, dass "es nicht mehr funktioniert hat"?
Der Bekannte war sechs Monate rauchfrei. Das zeigt, dass die Hypnose durchaus gewirkt hat.
Die entscheidende Frage ist eher: Warum hat sich die Person nach sechs Monaten wieder dazu entschieden, eine Zigarette zu rauchen?
Hypnose kann dabei helfen, die Umsetzung zu erleichtern. Sie nimmt jedoch niemandem den freien Willen. Wenn sich jemand dazu entscheidet, wieder zu rauchen, kann keine Methode das verhindern.
Aus der Erfahrung gibt es mehrere typische Rückfallfaktoren. Zwei davon sind besonders häufig:
1. Stark belastende Lebensereignisse
Zum Beispiel Trennungen, Todesfälle oder andere schwere Krisen. In solchen Phasen greifen manche Menschen wieder zu alten Bewältigungsstrategien. In einem ganzheitlichen Entwöhnungsprogramm werden auch solche Situationen thematisiert.
2. Die Annahme, dass "eine Zigarette schon nicht schadet"
Unabhängig davon, mit welcher Methode man aufgehört hat: Wer langfristig Nichtraucher bleiben möchte, sollte keine Zigarette mehr rauchen - auch keinen einzelnen Zug. Viele Rückfälle beginnen mit genau dieser einen Ausnahme.
Kommt es dennoch zu einem Rückfall bedeutet das jedoch nicht zwingend, dass alles verloren ist. Dann gilt es, erneut eine klare Entscheidung zu treffen. Auch in solchen Fällen kann eine weitere Hypnosesitzung eine sinnvolle Unterstützung sein.
Ich habe von einem Anbieter gehört, der mit über 95 % Erfolg nach nur einer Hypnosesitzung wirbt. Warum geben Sie nicht solche Erfolgsquoten an?
Es ist nachvollziehbar, warum solche Versprechen anziehend sind. Wer etwas verändern möchte, sucht nach einer möglichst einfachen und schnellen Lösung. Und ja, es gibt Klienten, bei denen bereits eine einzige Sitzung ausreicht. In diesen Fällen wird häufig berichtet, dass sich ein "Schalter umgelegt" habe, das Rauchverlangen fühlt sich deutlich reduziert an oder tritt gar nicht mehr auf. Das ist jedoch nicht bei jedem Menschen so.
Mir ist wichtig, ehrlich zu arbeiten. Dazu gehört für mich, offen zu sagen, dass nachhaltige Veränderung nicht immer in einer einzigen Sitzung entsteht - auch wenn es diese Fälle gibt. Aber Erfolgsquoten von 95 % sollten mit großer Vorsicht betrachtet werden. Für solche Zahlen gibt es aktuell noch keine Studien, die dies seriös belegen.
Solche Erfolgsquoten beruhen häufig auf internen Einschätzungen oder darauf, dass sich Klienten nach einer Sitzung nicht mehr melden. Dies wird dann als Erfolg für die Quote gewertet - in der Annahme, der Klient sei weiterhin rauchfrei.
Aus Gesprächen mit Klienten weiß ich jedoch, dass manche zuvor bei Anbietern waren, die mit "nur eine Sitzung notwendig" werben. Einige berichteten mir, dass sie nach einem Rückfall dort keinen weiteren Kontakt mehr aufgenommen haben. Häufig geschah das als Enttäuschung oder dem Gefühl heraus, "versagt" zu haben - und gerade deshalb suchten sie anschließend eine realistischere Begleitung.
Ein hilfreicher Anhaltspunkt kann sein, bei solchen Anbietern näher nachzufragen:
.) Wie genau setzt sich Ihre Erfolgsquote zusammen?
.) Auf welche Studie bezieht sich diese Erfolgsquote konkret? Wurde sie im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung erhoben? Sind diese Daten öffentlich einsehbar oder dokumentiert?
.) Wurde die Erhebung unabhängig begleitet oder handelt es sich um eine interne Auswertung?
.) Gab es Nachuntersuchungen nach sechs oder zwölf Monaten - oder basiert die Einschätzung darauf, dass sich Klienten nicht mehr melden?
Wenn diese Fragen nicht klar und nachvollziehbar beantwortet werden können, spricht das eher für Marketing als für eine belastbare Erfolgsstatistik.
Langfristige Rauchfreiheit entsteht bei vielen Menschen nicht durch eine einzelne Sitzung, sondern durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Wenn Hypnose in ein umfassendes Konzept eingebettet ist, das körperliche, psychologische und soziale Faktoren berücksichtigt, steigen die Chancen, Nichtraucher zu werden - und zu bleiben.
